Adventskalender zum Mitmachen und Mitraten!
 

In 25 Tagen ist Weihnachten! In diesem besonderen Jahr wollen wir euch durch die Vorweihnachtszeit begleiten.
Das Leiterteam unseres Jugendteams (J-Team) hat dafür einen individuellen Adventskalender für unseren Verein entwickelt.
Ihr findet verschiedene Sportübungen zur Verbesserung des Sitzes (egal ob Reiter oder Voltigierer) sowie einige spannende Wissenstexte!
 
An dieser Stelle schon einmal vor ab vielen Dank an unser J-Team für die Erstellung des Kalenders!

Wir wünschen allen viel Spaß beim Öffnen der Kläppchen und eine ruhige und besinnliche Vorweihnachtszeit.
 
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Und los geht es mit unserem Kalender!
 
Kläppchen Nummer 1: Übung zur Verbesserung des Sitzes - Der Baum
Durch den Baum forderst du dein Gleichgewicht und gleichzeitig auch die Konzentration.
 
Wenn du die Augen schließt, erhöhst du den Schwierigkeitsgrad.
 
Wiederhole die Übung 2 bis 4 Mal pro Seite für jeweils 20 Sekunden.
 
 
Kläppchen Nummer 2: Wissenstext zum Thema Gebiss (Teil 1)
Das Gebiss stellt die Verbindung zwischen Pferdemaul und Reiterhand dar und sollte gut überlegt und ausgewählt werden, vor allem, weil das Pferdemail sehr empfindlich ist.
 
Wir wollen euch in unserem Adventskalender unter anderem die Grundlagen zum Thema Gebiss beim Pferd erklären. Dazu stellen wir euch verschiedene Mittel- und Seitenstücke und Gebissmaterialien vor.
 
Heute beginnen wir mit dem Stangengebissmittelstück. Es gibt biegsame und starre Stangengebisse.
Wie wirken die beiden verschiedenen Stangengebisse?

Bei einer biegsamen Stange wird der Druck auf der Zunge des Pferdes bei zunehmenden Zügelmaß stärker, er bleibt aber immer gleichmäßig auf Zunge, Zungenrändern und Unterkiefer bzw. Laden verteilt (Bild 2 oben).

Die starre Stange wirkt einen ständigen, stetigen Druck auf die gesamte Zunge aus (Bild 2 unten).
 

Wichtig: Besonders bei solchen Gebissen, ist es wichtig, die richtige Größe zu wählen, weil es bei ungleichem Zügeldruck und unpassender Länge noch schneller zu einem "Hebel-Effekt" kommen kann, der für das Pferd sehr unangenehm ist.
 
 
Außerdem ist es mit einem Stangengebiss sehr schwierig Stellung und Biegung zu erarbeiten und daher gehört so ein Gebiss lieber in erfahrenere Hände, die schon etwas unabhängiger von der Hand reiten können und Stellung und Biegung mit Gewichthilfen usw. erarbeiten können.

Die Reiter sollten also erfahren sein und wie sieht es mit den Pferden aus?

Grundsätzlich sind Stangengebisse gut geeignet für Pferde, die sich den Hilfen vom Reiter entziehen, beispielsweise beim Anreiten eines Hindernisses.
 
Stangengebisse mit Zungenfreiheit sind außerdem sehr gut für Pferde mit Zungenproblemen, da sie beide eine gleichmäßige Druckverteilung bieten.

Viele Pferde, die sich schnell fest machen oder nicht so gut mit gebrochenen Gebissen zurechtkommen, nehmen das biegsame Stangengebiss sehr gut an.

Wichtig ist, wie auch bei allen anderen Gebisse, für Stangengebisse: Eine gefühlvolle Einwirkung auf das Pferdemaul (und das Gebiss) ist sehr wichtig, immerhin ist das Maul mit das empfindlichste Körperteil unserer vierbeinigen Freunde und Sportpartner.

Ein kleiner Merksatz allgemein: Das Gebiss kann nur so scharf sein, wie die Reiterhand.
 
Kläppchen 3:
Wusstest du schon, dass das älteste Pferd der Welt 62 Jahre alt geworden ist?
 
Es hieß „Old Billy“ und war ein Zugpferd.
 
Er hat von 1760-1822 in England gelebt.
 
Weiter geht es mit Kläppchen 4: Übung zur Verbesserung des Sitzes - Die Standwaage
Mit der Standwaage förderst du dein Gleichgewicht, deinen Fokus und deine Ganzkörperspannung.
 
Wenn du die Augen schließt erhöhst du den Schwierigkeitsgrad.
 
Wiederhole die Übung 2 bis 4 Mal pro Seite für jeweils 20 Sekunden.
 
 
Kläppchen 5: Wissenstext zum Thema Gebiss (Teil 2)
Weiter geht es in unserer Gebissreihe, in der es heute komplett um gebrochene Gebisse geht.

Unterschieden wird bei gebrochenen Gebissmittelstücken zwischen einfach- und doppeltgebrochen.

Wie wirken die beiden gebrochenen Gebisse denn?

Das einfach gebrochene Gebiss besteht aus zwei Schenkeln und demnach einem Gelenk in der Mitte.
 
 
Bei gleichmäßigem Zügeldruck wirken die beiden Schenkel auf die Zungenränder und über diese auf den Unterkiefer bzw. die Laden. Das Pferd spürt also in der Mitte der Zunge so gut wie keinen Druck.
 
 
Bei einseitigem Zügeldruck wird nur eine Lade des Pferdemauls angesprochen, sodass eine differenzierte Hilfengebung möglich ist. Ist das Gebiss allerdings zu groß oder zu dick, kann es zum sogenannten "Nussknackereffekt" kommen, bei dem das Gelenk an den Gaumen schlagen kann (Bild 2).

Das doppelt gebrochene Gebiss setzt sich zusammen aus drei Schenkeln, einem linken, einem rechten und einem mittleren und hat demnach zwei Gelenke, somit wirkt es ebenfalls auf Laden und Zunge des Pferdes.
 
 
Bei Zügeldruck wirkt es außerdem durch die drei Schenkel auf die gesamte Zungenbreite, somit wird der Druck besser und gleichmäßiger verteilt als bei dem einfach gebrochenen.
 
Dadurch, dass das doppelt gebrochene Gebiss die Pferdezunge sozusagen umschließt, liegt es sehr ruhig im Maul.
 
 
Bei einseitig stärkerem Druck wirkt sich das ebenfalls stärker auf eine Lade aus, sodass auch hier eine differenzierte Hilfengebung möglich ist, allerdings kann die Zunge bei beidseitig zu starkem Zügeldruck eingequetscht werden.

Und welches Gebiss ist jetzt besser?

Das kann man so pauschal gar nicht sagen. Es kommt immer auf das Pferd-Reiterpaar an.

Wie weit bist du in deiner reiterlichen Ausbildung? Hast du eine starke Hand? Wie viel arbeitest du mit Gewichts- und Schenkelhilfen usw.?
 
Besonders solltest du bei der Gebisswahl aber auf dein Pferd achten. Anzeichen dafür, dass das Gebiss deinem Pferd nicht gefällt können kopfschlagen, einrollen, gegen das Gebiss gehen, sperren, Zungenfehler (rausstrecken der Zunge), verwerfen und generell alle Zeichen von mangelnder Losgelassenheit sein.
 
Wichtig hierbei ist aber, dass das Gebiss keinerlei Reiterfehler ausgleichen kann.

Wichtig ist bei diesen beiden Gebissen, wie auch bei allen anderen, die richtige Größe zu wählen und sich zu merken: Die Hände des Reiters bestimmen darüber, wie das Gebiss wirkt, nicht das Gebiss selbst, es kann nur unterstützen.
 
Kläppchen 6:
Wusstest du schon, dass das größte Pferd aller Zeiten ein Stockmaß von 2,19 Meter hatte?
 
Sampson wog außerdem über 1,5 Tonnen.
 
Das kleinste Pferd hingegen war nur 35cm hoch.
 
Little Pumpkin wog nur 10kg und ist bis heute das kleinste, jemals gezüchtete Falabella.
 
Es wird wieder sportlich mit Kläppchen 7: Übung zur Verbesserung des Sitzes - Der Stern
Mit dem Stern verbesserst du dein Gleichgewicht und deine Rückenmuskulatur.
 
Achte darauf, deinen Körper für 30 Sekunden richtig anzuspannen.
 
Wiederhole die Übung 3 bis 4 Mal pro Seite.
 
 
Kläppchen 8: Wissenstext zum Thema Gebiss (Teil 3)
Nachdem wir euch die gängigsten Mundstücke der Gebisse vorgestellt haben, kommen wir heute zu den Seitenstücken.

Heute dreht sich zunächst alles um die Seitenteile der Olivenkopf-, D-Ringgebisse und die der Schenkeltrensen.

Das Olivenkopfgebiss besitzt eine feste Verbindung zwischen Mundstück und Ring und liegt sehr ruhig im Pferdemaul. Daher überträgt es die Zügelhilfen des Reiters sehr direkt, was bei einer ungeübteren, unruhigeren oder harten Reiterhand für das Pferd noch unangenehmer sein kann, als es eh schon ist. Deshalb ist dieses Gebiss eher etwas für Reiter, die gezieltere, ruhigere Zügelhilfen geben können.
Durch ein Olivenkopfgebiss wird der Zügeldruck auf die Zunge weitergeleitet und wirkt auf den Unterkiefer, nicht auf direkt auf das Genick des Pferdes. Außerdem ist eine einfachere seitliche Führung der Pferde möglich.

D-Ring-Gebisse unterscheiden sich in der Wirkungsweise nicht wirklich viel vom Olivenkopfgebiss, außer, dass es kantigere und längere Seitenteile besitzt und dadurch die seitliche Führung noch mehr vereinfacht wird.

Schenkeltrensen/Knebeltrensen (Bild 4) haben ebenfalls eine direkte Zügelhilfenübertragung (bei festen Seitenteilen, auch erhältlich als Wassertrense) und besitzen zusätzlich zu der festen Mundstück-Ringverbindung seitliche Schenkel bzw. Knebel (daher auch die Namen), durch die sich das Gebiss nicht durchs Maul ziehen lässt und deshalb die stärkste/beste richtungsführende Wirkung bewirken können. Aus diesem Grund wird dieses Gebiss auch sehr gerne zur Ausbildung von Jungpferden, beim Longieren verwendet oder bei Pferden, die vermehrt über die Schulter ausbrechen.

Alle Gebisse werden außerdem gerne bei Pferden mit einem empfindlichen Maul ausprobiert.

Bei allen drei Gebissen ist es sehr wichtig die richtige Größe zu wählen, da es sonst zu nicht so guter Wirkung kommen könnte. So ist es bei diesen empfehlenswert sie nah an dem Maul anliegend zu kaufen, sodass die seitliche Einwirkung und die genaue Hilfengebung besser zustande kommen kann.

Grundsätzlich gilt: Je größer die Kontaktfläche zwischen Seitenteil und Pferdemaul, desto größer die seitliche Einwirkung.
 
Kläppchen 9:
Wusstest du schon, dass ein Afrikaner mit seinem Pferd den Rekord für den weitesten Sprung hält?
 
Die beiden haben eine Distanz von 8,40 Metern überwunden.
 
Das ist sehr beeindruckend, denn selbst im S****Springen ist der Wassergraben „nur“ 4,50m breit.
 
Kläppchen 10: Übungen zur Verbesserung des Sitzes - Der herabschauende Hund
Mit dieser Übung dehnst du deine hintere Muskulatur und kannst so besser in der Bewegung des Pferdes mitfedern.
 
Achte darauf, auf den Zehenspitzen zu stehen und den Kopf zwischen deinen Armen zu halten.
 
Halte die Übung für 30 Sekunden und wiederhole dies 3-5 Mal.
 
 
Kläppchen 11: Wissenstext zum Thema Gebiss (Teil 4)
Gebisse - ein so wichtiges Thema im Reitsport.
 
Heute erklären wir euch das Seitenstück des Wassergebisses und des 3-Ring-/Multiringgebisses.
 

Bild 1: Wassertrense

Bei einer Wassertrense (Bild 1) laufen die Ringe durch das Mundstück durch. Somit reagiert das Gebiss direkt auf den Zügeldruck und wirkt somit mit Druck auf den Unterkiefer. Wassertrensen sind besonders gut geeignet für unruhigere oder ungeübtere Reiterhände, da unruhige Hilfen von dem Gebiss etwas abgefangen bzw. ausgeglichen werden können (Achtung: das Gebiss kann keine Hilfengebung komplett abhalten, auch mit einer Wassertrense kann man dem Pferd Schmerzen zufügen). Bei diesem Gebiss ist die passende Größe besonders wichtig, da bei einem zu kleinen Gebiss die Maulwinkel eingeklemmt werden können, so sollten ca. 0,5 mm Platz an jeder Seite zwischen Pferdemaul und Gebiss liegen. Dieses Gebiss mögen und akzeptieren viele Pferde, es wird auch gerne als Ausbildungsgebiss bei Jungpferden benutzt.
Bild 2: 3-Ring-Gebiss
 
Bild 3: 4-Ring-Gebiss

3-Ring- (Bild 2); 4-Ring (Bild 3) oder Multiring-Gebisse (Bild 4) sind hingegen etwas für erfahrenere Reiterhände, da sie auf den Unterkiefer und das Genick wirken können.
Je nachdem, in welchen Ring die Zügel geschnallt werden, hat dieses Gebiss eine andere Wirkung.
 
Schnallt man es beispielsweise in den Mittleren Ring (Bild 5), der durch das Gebissmittelstück verläuft, so wirkt es wie eine Wassertrense. Werden die Zügel weiter unten in die kleineren Ringe verschnallt (Bild 6), so wirkt das Gebiss zusätzlich zum Unterkiefer auch auf das Genick. Je tiefer der Ring unterhalb des Rings ist, der durch das Mundstück läuft, desto höher ist der Druck auf dem Genick.
Häufig sieht man ein 3-Ring-Gebiss auch mit einem Pelhamriemen oder Converterzügel, bei dem es dann ebenfalls zu einer Hebelwirkung kommt.
Bild 5
 
Bild 6

Außerdem gibt es die Möglichkeit das Gebiss mit zwei Zügeln zu benutzen (Bild 7), bei dem der ersten in den Wassertrensenring und der zweite in den unteren Ring eingeschnappt wird. So kann der Reiter den Druck auf dem Genick speziell und gezielt einsetzen.
Häufig werden diese Gebisse beispielsweise für stürmische Pferde im Gelände oder Springen verwendet oder für Pferde, die an den Genickdruck gewöhnt werden sollen.
3-Ring- oder Multiringgebisse wirken sehr schnell, weil sie keine Kinnkette haben und der Hebel demnach sehr kurz ist.
 
Bild 7
 
Kläppchen 12
Wusstest du schon, dass Pferde eine so sensible Nase haben, dass sie sogar Angst riechen können?
 
Nicht nur die von Menschen, auch von anderen Pferden. Wenn ein Pferd nicht auf den Hänger gehen möchte, kann es daran liegen, dass es den Angstschweiß des davor transportierten Pferdes riecht.
 
Also: am besten den Hänger sauber machen und mit bekannten Gerüchen „beladen“. Das kann Einstreu aus der Box sein oder etwas Futter.
 
Das kann viel effektiver sein als stundenlanges Hängertraining.
 
Kläppchen 13:
Übungen zur Verbesserung des Sitzes -  Der Hüft-Stretch
 
Durch diese Übung verbesserst du deine Hüftbeweglichkeit. Außerdem trainierst du so auch einen tiefen, ruhigen Sitz.
 
Wiederhole die Übung 3-4 Mal pro Seite für 45 Sekunden.
 

Kläppchen 14: Wissenstext zum Thema Gebiss (Teil 5)
*Werbung wegen Markennennung*

Verschiedene Gebissmaterialien gibt es natürlich auch sehr viele, doch wir stellen euch nun nur die häufigsten vor.
 
Bild 1

Beginnen wir mit Edelstahlgebissen (Bild 1). Sie bestehen meistens aus einem Gemisch aus Chrom, Eisen und Nickel und haben demnach eine sehr glatte Oberfläche. Diese Gebisse sind geschmacksneutral und werden deshalb bei sehr vielen Pferden verwendet. Außerdem sind sie nicht allzu teuer, haben eine hohe Langlebigkeit, da sie nicht rosten und besitzen eine hohe Festigkeit, wodurch sie durch die Zähne der Pferde nicht so schnell kaputt gehen können.
 
Bild 2

Kupfergebisse (Bild 2) sind neben den Edelstahlgebissen auch sehr beliebt und werden meistens bei Pferden verwendet, dessen Kautätigkeit angeregt werden soll, da das Kupfer bei einer Oxidation (Reaktion mit Sauerstoff) süßlich schmeckt und somit das Pferd zum Kauen anregt.
Dieses Gebiss hat je nach Legierung auch eine unterschiedlich glatte Oberfläche.
 
Bild 3

Weitere sehr beliebte Gebisse sind die aus Argentan (Bild 3), welche aus Kupfer, Nickel und Zink bestehen. Je nach Kupferanteil können sie von hell golden bis dunkel silberfarben sein und ebenfalls je nach Legierung eine unterschiedlich glatte Oberfläche besitzen. Durch den Kupferanteil wird auch hier die Kautätigkeit des Pferdes unterschiedlich stark angeregt.

Aufgrund dessen, dass Nickel bei Pferden allergische Reaktionen, wie zum Beispiel Juckreiz oder Rötungen/schmerzhafte Bläschen, an den Schleimhäuten hervorrufen kann, gibt es ebenso nickelfreie Alternativen. So bietet die Marke Sprenger Gebisse aus Aurigan oder Sensogan an oder die Marke Busse welche aus Kaugan.
Da es sehr schwierig ist Kupfer nickelfrei zu bekommen, sind diese Alternativen meist aber etwas teurer.
 
Bild 4

Aurigan (Bild 4) besteht aus einem hohen Anteil Kupfer, Silizium und Zink. Durch den hohen Anteil an Kupfer wird die Kautätigkeit des Pferdes ebenfalls sehr stark angeregt. Dieses Gebiss wirkt also ähnlich wie ein Argentan- oder Kupfergebiss, nur dass es keine Nickelallergien hervorrufen kann.
 
Bild 5

Die etwas günstigere Variante zu Aurigan ist das von Sprenger entwickelte Sensogan (Bild 5), welches aus Kupfer, Mangan und Zink besteht. Durch den niedrigeren Kupfergehalt ist es etwas günstiger und zudem langlebiger, da der Oxidationsprozess nicht so stark ist. Doch hierbei ist zu beachten, dass dadurch die Kautätigkeit auch nicht so sehr angeregt wird und es somit zu weniger Speichelfluss kommt als beim Aurigan.

Die Marke Busse bietet die kostengünstigste der drei Alternativen zu Argentan an, da hier der Kupfergehalt noch geringer ist, allerdings auch deshalb die Kautätigkeit nicht so sehr angeregt wird. Sie wird Kaugan genannt (Bild 6).
 
Bild 6

Grundsätzlich lässt sich sagen, je höher der Anteil des nickelfreien Kupfers ist, desto kostengünstiger wird das Gebiss, da dann für dieses Gebiss eine nicht so große Menge an nickelfreiem Kupfer benötigt wird, welches nur durch viele Arbeitsschritten gewonnen werden kann.
Aber je weniger Kupfer in den Gebissen ist, desto weniger wird auch die Kautätigkeit angeregt (auch geltend für Gebisse mit nickelhaltigem Kupfer).
 
Kläppchen 15:
Wusstest du schon, dass das Kraulen und Massieren des Pferdes nicht nur das Vertrauensverhältnis zwischen Mensch und Pferd bessert, sondern auch die Durchblutung, den Lymphfluss und den Stoffwechsel des Pferdes anregt?
 
Außerdem können Verspannungen und Blockaden gelöst werden und das Pferd entspannt sich.
 
Kläppchen 16:
Übungen zur Verbesserung des Sitzes - Die stabile Mitte
 
Mit der Übung trainierst du gleichzeitig dein Gleichgewicht und deine Rumpfmuskulatur.
 
Du kannst die Übung entweder so halten wie auf dem Bild (2x 45 Sekunden pro Seite) oder das Bein und den Arm anziehen (10x pro Seite, 2 Wiederholungen). Dies erhöht den Schwierigkeitsgrad.
 
Kläppchen 17:
Wusstest du schon, dass du beim Reiten nicht nach unten gucken solltest?
 
Auch wenn es sehr verlockend ist, um deinen Sitz und die Anlehnung des Pferdes zu kontrollieren, wirkt es sich negativ auf deinen Sitz aus.
 
Du fällst nach vorne und verlierst Körperspannung. Außerdem siehst du nicht mehr ob dir jemand entgegen kommt.
 
Also: Kopf hoch und Augen nach vorn.
 
Kläppchen 18: Wissenstext zum Thema Gebiss (Teil 6)
Nachdem wir euch die festeren Gebissmaterialien vorgestellt haben, kommen wir heute zu den weicheren.

Beginnen wir mit einem Kunststoffgebiss (Bild 1). Dieses ist wesentlich weicher im Maul des Pferdes als die herkömmlichen Metallgebisse und ist für gewöhnlich geschmacksneutral. Wie der Name schon sagt, besteht es aus Kunststoff und kann daher, beispielsweise, wenn das Pferd mit dem Gebiss spielt oder darauf beißt, leichter knacken/brechen oder sich leichter abnutzen als das Metallgebiss.
Bild 1

Es gibt neben den geschmacksneutralen Gebissen auch Gebisse, die die Kautätigkeit anregen, indem sie nach Apfel o.ä. schmecken. Bis auf den anderen Geschmack und diese Funktion, ist ein solches Gebiss aber gleichzusetzen mit dem Kunststoffgebiss (Bild 1), da sie sich optisch meist nicht voneinander unterscheiden.

Außerdem sind Gummigebisse (Bild 2) auf dem Markt zu finden. Diese sind meist beweglicher als die aus Kunststoff oder Metall, können aber bei zu wenig Speichelfluss zu einem "Radiergummi-Effekt" führen, der Wundreibungen in den Maulwinkeln mit sich trägt. Diese Gebisse sind außerdem, genau wie die Kunststoffgebisse nicht so langlebig wie Metallgebiss (Abnutzung usw.).
Bild 2

Bei diesen Gebissen kann die Langlebigkeit durch einen Metallkern allerdings erhöht werden, nur wird dann bei manchen Gebissen die Funktionsweise etwas eingeschränkt. Es gibt aber auch Stahlseilkerne, bei denen die Beweglichkeit nur zum Teil eingeschränkt wird.

Ledergebisse (Bild 3) bestehen, wie der Name schon sagt, aus dem Naturprodukt Leder und werden daher auch von vielen Pferden gut angenommen. Allerdings ist es durch die sensible Oberfläche sehr pflegeintensiv und muss geölt und stärker gereinigt werden als andere Gebissmaterialien. Aus diesem Grund hat es auch eine nicht so lange Haltbarkeit.
 
Bild 3
 
Kläppchen 19:
Übungen zur Verbesserung des Sitzes - Der Seitstütz
 
Mit dieser Übung stärkst du deine Bauchmuskulatur, also deinen aufrechten Sitz.
 
Außerdem stabilisiert sie deine Körpermitte und trainiert deine Rückenmuskulatur.
 
Halte die Übung 45 Sekunden und wiederhole sie 2x pro Seite.
 
 
Kläppchen 20: Wissenstext zum Thema Gebiss (Teil 7)
Damit jedes Gebiss gut und richtig funktionieren kann, muss es der Anatomie des jeweiligen Pferdes entsprechend angepasst sein.
Gebissgrößen unterscheiden sich zwischen der Messung der Gebissstärke und Gebissweite.
 
Heute stellen wir euch ein kinderleichtes Verfahren vor, wie ihr die richtige Gebissstärke für euer Pferd ermitteln könnt. Das ist nämlich gar nicht so einfach, da im Maul des Pferdes eigentlich gar nicht so viel Platz ist und es daher schnell dazu kommen kann, ein zu dickes Gebiss zu wählen. Dieses wiederum kann zu einem ungewollten Druck auf dem Gaumen kommen, der Druckstellen und Verletzungen mit sich trägt, die dann zu z.B. Kopfschlagen, Aufsperren des Mauls usw. führen können.
 
Aber nun zu dem "Zwei-Fingertest":
Schritt 1: Lege deinen Zeige- und Mittelfinger übereinander. (Bild 1, bis zur schwarzen Linie später ca. im Maul)
Schritt 2: Lege die beiden Finger so vorsichtig in das Maul deines Pferdes, an die Stelle wo das Gebiss liegt. (Bild 2)
Schritt 3: Spürst du Druck auf den Rändern deiner Finger ?
Wenn ja solltest du ein Gebiss mit der Stärke 14-16mm wählen.
Wenn du kein oder nur wenig Druck spürst, wähle eines mit der Stärke 16-18 mm.
Warum? Wenn du Druck spürst hat dein Pferd wenig Platz im Maul für ein Gebiss, da es vielleicht einen gut ausgeprägten Zungenmuskel oder grundsätzlich wenig Platz zwischen Unter- und Oberkiefer hat, daher lieber ein dünneres Gebiss wählen. Spürst du keinen Druck, so tritt der gegenteilige Fall ein.
Also so einfach geht's, probier es doch einfach mal aus.
Kleiner Tipp: Die beiden Finger kannst du auch gut dafür nutzen, die richtige Verschnallung mancher Reithalfter zu überprüfen.
 
Kläppchen 21:
Wusstest du schon, dass es wichtig ist, deine Bauchmuskeln zu trainieren?
 
Sie sind nicht nur wichtig um deine Gewichtshilfen zu steuern, sondern sorgen auch für einen geraden, aufrechten Sitz.
 
Schau dir mal die letzten Kläppchen an, da findest du viele Übungen um deinen Sitz zu verbessern. Schon nach ein paar Wochen wirst du die ersten Unterschiede erkennen.
 
Kläppchen 22:
Übungen zur Verbesserung des Sitzes – Der Krieger
 
Mit dieser Übung verbesserst du deine Hüftbeweglichkeit und förderst gleichzeitig noch dein Gleichgewicht.
 
Achte darauf, dass dein hinterer Fuß quer steht und du eine Dehnung fühlen kannst.
 
Wiederhole die Übung 4-5 Mal pro Seite und versuche, immer weiter runter zu kommen.
 
 
Kläppchen 23: Wissenstext zum Thema Gebiss (Teil 8)
*Werbung wegen möglicher Markenerkennung*
 
Als einen letzten, aber trotzdem sehr wichtigen Punkt für die Gebisswahl, stellen wir euch die Gebissweite vor.
 
Wie die Weite (und auch die Stärke und der Ringdurchmesser) am Gebiss selbst gemessen wird, kann man auf Bild 1 sehen.
 
 
Dabei ist das Olivenkopfgebiss auf alle Gebisse mit festen Seitenteilen zu übertragen.
Möchte man die Gebissweite seines Pferdes ermitteln, so gibt es Gebissweitenmesser auf dem Markt, die entweder aus festem Material (Bild 2) oder aus Pappe (Bild 3) bestehen. Man kann aber auch einen aus dem Internet ausdrucken und zusammenbauen.
 
Bei der Messung selbst werden von dem vorgeführten Beispiel (Bild 3) als Gebissweitenmesser die beiden oberen gelben Pfeile an die Stelle gelegt, wo das Gebiss hinausschaut und unten ergibt sich dann die Größe bzw. Weite.
 
Wer es lieber auf eine andere Weise probieren möchte, der kann sich beispielsweise ein Seil nehmen und dieses wie ein Gebiss ins Maul des Pferdes geben, sich die Stellen zu merken an denen es hinausschaut und diese dann abzumessen. Diese Methode ist allerdings etwas komplizierter und ungenauer, da es zu Verschiebungen usw. kommen kann.
 
Außerdem ist zu beachten, dass bei festen Seitenteilen (Olivenkopf-/D-Ringgebisse usw.) die Gebissweite von der Messung genau übernommen werden kann, damit sie eng anliegen, während bei Wassertrensen (durchlaufende Ringe) darauf geachtet werden muss, dass sie links und rechts ca. einen halben cm abstehen sollte, damit die Ringe durchlaufen können und die Lippe des Pferdes nicht einquetschen.
 
Nur mit der passenden Größe des Gebisses (also Gebissweite und -stärke) ist es dem Gebiss möglich so wirken zu können, wie es soll und es kommt nicht zu Verletzungen usw.
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Quelle einiger Grafiken zu den Wissenstexten zum Thema Gebiss: